Aufstellung:
bei der Reorganisation der deutschen Luftwaffe
nach der Besetzung Österreichs wurde der Stab des Jagdgeschwaders 2 formiert,
aus bereits bestehenden Jagdstaffeln wurden drei zur I. Gruppe
zusammengefasst, zu Beginn des Polenfeldzuges am 1.
September 1939 übernahm diese den Schutz von Berlin, ohne dabei je zum
Einsatz zu kommen, kurzfristig wurde die 1. Staffel nach Ostpreußen verlegt,
um hier den Luftraum zu sichern
das JG 2 startete ab
November 1939 von Flugplätzen im Raum Frankfurt/ Main zur
Grenzüberwachung, ab Januar 1940 entstanden die
II. und III. Gruppe mit jeweils drei Staffeln, vom 10.
Mai 1940 (Beginn des Westfeldzuges) flogen alle Staffeln des JG 2
Einsätze gegen französische und britische Kampf- und Jagdfliegerverbände, die
II. Gruppe startete von Rotterdam aus, das JG 2 wurde besonders zur
Unterstützung der Panzergruppen der Generale von Kleist
und Guderian eingesetzt und flog dann auch im
Abschnitt Dünkirchen, wo die Jagdflugzeuge im Tiefflug britische
Transportschiffe angriffen
nach dem Feldzug bezog das Geschwader
Flugplätze zwischen Cherbourg und Le Havre, der Geschwaderstab befand sich in
Calais, von hier aus erfolgten im August die täglichen Einsätze zum Schutz
deutscher Kampfflugzeuge bei deren Angriffen auf Ziele in Großbritannien,
dabei erwarb sich der 26jährige Major Helmut Wick,
Kommandeur der I. Gruppe, als erster Pilot des Geschwaders am 6. Oktober 1940 das 4. Eichenlaub zum
Ritterkreuz, er fiel am 28. 11. 1940 im Luftkampf
das JG 2 blieb in den nächsten Jahren im
Kampfraum Kanal, damals flogen die Piloten u. a. Tiefangriffe auf alliierte
Schiffe und bekämpften die verstärkt einsetzenden feindlichen Luftangriffe auf
die nordfranzösischen und belgischen Industrieanlagen, später die angreifenden
Feindbomber, deren Ziele in Deutschland lagen, das Geschwader schützte im Februar 1942 u.a. auch die deutschen
Kriegsschiffe beim Durchbruch durch den Kanal und war danach gegen die
britisch-kanadischen Landungsverbände bei Dieppe eingesetzt
unter Führung von Oberstleutnant Egon Mayer wurde eine 10. (Jagdbomber-) und eine
11. (Höhen-) Staffel gebildet, die 8. Staffel verlegte nach Brest, um von hier
aus die britischen Tiefflieger zu bekämpfen, die deutsche U-Boote angriffen,
mittlerweile verlegte die II. Gruppe nach Tunesien und ging dort unter, die
11. Staffel kämpfte später im Rahmen des JG 53 in Sizilien, und die 10.
Staffel unterstand der Schlachtkampfgruppe 10 im Osten, Oberstleutnant Egon Mayer fiel am 2. März
1944 im Luftkampf mit US-"Thunderbolts" über Montmedy und wurde
posthum mit den 51. Schwertern zum Eichenlaub ausgezeichnet, sein Nachfolger
als Kommodore war der aus dem Unteroffiziersstand hervorgegangene Major Kurt Bühligen, der sich die gleiche hohe
Auszeichnung als 88. Soldat der Wehrmacht am 14. August
1944 erworben hatte
das JG 2 kämpfte, auseinandergerissen, an den
europäischen Fronten, die I. Gruppe in Mittel- und Norditalien, die II. und
III. an der Invasionsfront, Major Josef Wurmheller,
Kommandeur der III. Gruppe, fiel am 22. 6. 1944
an der Invasionsfront und erhielt nachträglich die 108. Schwerter zum
Eichenlaub, Ende August 1944 kehrte das JG 2 in
die Heimat zurück und bezog Einsatzplätze im Raum Taunus und Nordhessen, von
hier startete das gesamte Geschwader am 1 . Januar 1945
zum
Unternehmen "Bodenplatte",
dem letzten massierten Angriff deutscher Jagdfliegerverbände gegen alliierte
Luftbasen in Belgien und Holland, im April 1945
mussten die Staffeln ihre bisherigen Flugplätze räumen und verlegten über
Mitteldeutschland nach Nordböhmen, sie zogen sich Ende April nach München
zurück und flogen ihre letzten Einsätze
Gliederung:
Stellenbesetzung:
7./Jagdgeschwader 2 "Richthofen"
8./Jagdgeschwader 2 "Richthofen"
Oberleutnant Winterfeld
9./Jagdgeschwader 2 "Richthofen
10.(Jabo)/Jagdgeschwader 2 "Richthofen"