Jagdfliegergruppe 88 der "Legion Condor"

Jagdfliegergruppe 88 der "Legion Condor"

der spanische Caudillo (Führer), General Franco, bat nach Ausbruch des Bürgerkrieges in Spanien im Sommer 1936 die deutsche Regierung um Waffenunterstützung, diese wurde ihm zugesagt und die drei Wehrmachtsteile riefen zu freiwilligen Meldungen von Soldaten und Offizieren auf und sandten mit Frachtschiffen erste Waffen und Fahrzeuge zu den nationalspanischen Häfen

das Oberkommando der deutschen Luftwaffe stellte neben anderen fliegenden Verbänden auch eine Jagdfliegergruppe auf, welche die Tarnnummer »88« erhielt, freiwillige Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften fuhren, als »Reisegesellschaft Union« getarnt, mit deutschen Frachtschiffen nach Spanien, dort wurden unter Führung von Hauptmann Erhardt drei Staffeln mit Maschinen vom Typ He 51 zusammengestellt, Staffelkapitäne waren die Hauptleute Palm, Lehmann und Roth

es war Aufgabe der Staffel, die deutschen und nationalspanischen Bomber- und Transportstaffeln zu unterstützen, feindliche Jagdflugzeuge anzugreifen und Bodenstellungen der »Roten« zu beschießen, zu Luftkämpfen mit feindlichen Maschinen kam es, nachdem die rotspanische Luftwaffe von sowjetischen Piloten verstärkt worden war, bei Einsätzen mit ihnen fielen die ersten drei deutschen Offiziere

die Jagdfliegergruppe 88 - die Zahl 88 war die Tarnnummer für alle in Spanien eingesetzten Luftwaffenverbände wurde im nächsten Jahr mit den neuen Jagdmaschinen Me 109 ausgerüstet und war damit den rotspanischen Flugzeugen weit überlegen, die Gruppe startete von verschiedenen Flugplätzen - u. a. Vitoria - zu ihren Feindflügen, so unterstützte sie die Truppen Francos während der Brunete-Offensive, griff Feindstellungen bei Santander, Gijon, Teruel u. a. m. an, ganz erfolgreich zeichnete sich dabei die 1. Staffel unter Hauptmann Harder aus, die weiteren drei Staffeln wurden von den Hauptleuten Lützow, Piteairn und Oberleutnant Eberhardt geführt, der später selbst im Luftkampf abgeschossen wurde, mit ihm fanden von der Gruppe noch vier weitere Offiziere und fünf Unteroffiziere den Fliegertod, die ersten zwei Staffeln flogen Me 109, während die 3. und 4. Staffel weiterhin mit der He 51 ausgerüstet blieben und Schlachtfliegerstaffeln wurden, die Jagdgruppe 88 unterstützte die Franco-Truppen besonders aktiv beim Durchbruch zum Meer, Staffelkapitäne von 1938 waren: die Hauptleute Schellmann, Schlichting, Galland, Knüppel; später die Hauptleute Kroeck, Mölders, Kienzle und d'Elsa, die inzwischen aufgestellte 4. Staffel wurde am 17. Juni 1938 aufgelöst

das Kommando über die Jagdfliegergruppe 88 übernahm der Olympiasieger Hauptmann Handrick, in dieser Zeit wurde nun auch die 3. Staffel auf die Me 109 umgerüstet und unter Führung ihres Staffelkapitäns Hauptmann Mölders bald zur erfolgreichsten Einheit der Gruppe, diese Staffel trug als Wappen an ihren Maschinen das Bild der »Micky Maus«, die 1. Staffel führte den Marabu und die 2. Staffel einen Zylinder als Erkennungszeichen

Die vielen Erfolge der Jagdfliegergrupe - bis Ende 1938 ca. 200 Abschüsse, in der Mehrzahl russische »Rata«-Maschinen - zeigten zwar die Überlegenheit der deutschen Jagdflieger, wobei aber auch die eigenen Verluste schmerzlich waren, allein im Jahre 1938 starben elf Piloten, darunter neun Offiziere

das Kriegsjahr 1939 zeigte erneut die Me 109 als überlegene Flugzeuge, Major Grabmann führte jetzt die Jagdfliegergruppe, Staffelkapitäne waren in den letzten Kriegsmonaten die Hauptleute Reents und von Lojewski sowie Oberleutnant von Bonin, die Gruppe verlor noch einmal drei Piloten, darunter einen Offizier, die erfolgreichsten Piloten der Gruppe waren Hauptmann Mölders mit 14 Abschüssen, gefolgt von Hauptmann Schellmann (zwölf Abschüsse) und Hauptmann Seiler (neun Abschüsse), diese drei Offiziere verloren im II. Weltkrieg ihr Leben

bei der Verabschiedung der »Legion Condor« wurden 14 Offiziere mit der goldenen spanischen Militärmedaille und später in Berlin mit dem Spanienkreuz in Gold mit Brillanten ausgezeichnet, darunter waren Piloten, die im II. Weltkrieg an der Spitze der deutschen Jagdflieger standen: Mölders, Galland, Lützow, Oesau, Schellmann, Ihlefeld, Balthasar u. a.

zurück in Spanien blieben die Gefallenen: 1 Hauptmann, 4 Oberleutnante, 14 Leutnants, 2 Feldwebel und 8 Unteroffiziere

Kommodore  
     
   
   
 
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Pionier-Zugführer    
Zahlmeister    
 
I. Gruppe  
  Kommandeur  
     
 
  Stab  
       
     
     
     
 
  1. Staffel  
       
     
     
 
  2. Staffel  
  Staffelkapitän Oberleutnant Alfred von Lojewski 01.11.1938 - ??.??.1939
     
     
 
  3. Staffel  
       
     
     
 
  4. Staffel