das Kampfgeschwader entstand an der Jahreswende 1936/37, als das bisherige Behelfs-KG 252 in Tutow und Lippstadt das KG 257 in Lüneburg aufstellen musste, da
die Luftwaffe 1938 alle bisherigen Geschwader umbenannte, erhielt das bisherige KG 257 die Nummer 26, Geschwaderstab und II. Gruppe waren in Lüneburg, die I. Gruppe in Lübeck stationiert,
das KG 26 wurde mit Maschinen vom Typ He 111 ausgerüstet und unterstand der neugebildeten 4. Fliegerdivision in Braunschweig die wiederum zur Luftflotte 2 gehörte
der erste Kampfeinsatz einzelner Staffeln erfolgte in der zweiten Phase des Polenfeldzuges von 1939 im Rahmen der Luftflotte 1, Ende März
1940 wurde das KG 26 - das einen Löwen als Abteichen an den Maschinen trug und "Löwen-Geschwader" genannt wurde - in Lübeck-Blankensee und Marx (Oldenburg) zusammengezogen, von dort starteten
die Maschinen unter persönlicher Führung ihres Kommodore, Oberst
Fuchs, zum Einsatz gegen
britische Flottenverbände und ferner gegen norwegische und britische Heereseinheiten in Norwegen, Oberst Fuchs, Leutnant
von
Schwerin und Oberfeldwebel
Renz wurden für ihren Einsatz als erste Soldaten des Geschwaders
mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet
im Westfeldzug von 1940 unterstützte das KG 26 die 1. deutsche Armee beim Durchbruch durch die Maginotlinie und führte dabei die ersten Tieffliegerangriffe
durch, nach dem Krieg im Westen verlegte das KG 26 sofort wieder nach Norwegen und startete ab 13. August 1940 mit Beginn der Luftschlacht um England gegen britische Flotteneinheiten um
Scapa Flow und die Shetlands, außerdem wurden auch gegnerische Schiffe im Kanal angegriffen
im Frühjahr 1941 kam das Geschwader nach Südosteuropa und war an der Eroberung Kretas beteiligt, wobei es schwere Verluste erlitt, zeitweise flogen auch
einzelne Staffeln zur Unterstützung des "Afrika-Korps" über Nordafrika.
Anschließend nahm es am Ostfeldzug teil.
im Frühjahr 1942 war das KG 26 in Grosseto/Mittelitalien stationiert, dort wurden die He 111 zu Torpedoträgerflugzeugen und die Mannschaften zum
Torpedoeinsatz umgerüstet bzw. ausgebildet, das KG 26 war damit zum ersten und einzigen Torpedo-Kampfgeschwader der deutschen Luftwaffe geworden, nach der Umbildung verlegten die Staffeln auf die Flugplätze Bardufoss
und Banak in Nordnorwegen, von hier aus starteten die Flugzeuge nun in laufenden Einsätzen gegen die alliierten Geleitzüge mit Kriegsmaterial für die Sowjetunion, die nach Murmansk und Archangelsk unterwegs waren
unterwegs waren, lediglich die II. Gruppe kämpfte zeitweise gegen russische Heerestruppen an der finnischen Front, das KG 26 erzielte bei den Torpedoangriffen hervorragende Erfolge, die I. Gruppe unter Hauptmann Eicke
war an der fast völligen Vernichtung des Geleitzuges PQ 17 beteiligt und im August 1942 unter Führung von Hauptmann Klümper an der Versenkung von Schiffen
des Geleitzuges PQ 18, inzwischen war eine III. Gruppe gebildet worden, die von Petsamo aus startete
das Kriegsjahr 1943 sah das Geschwader unter Führung von Major Klümper im Einsatz gegen alliierte Flottenstreitkräfte im Mittelmeerraum, 1944
starteten die He 111 erneut von Norwegen aus und waren u.a. gegen die alliierte Invasionsflotte im Kanal eingesetzt, im letzten Kriegsjahr unterstützte das KG 26 die in Kurland eingeschlossene Heeresgruppe mit Waffen
und Material und von den Flugplätzen Libau und Windau nahmen die Maschinen Verwundete mit, um sie in Lazarette nach Norwegen zu bringen, erst mit dem Tag der Kapitulation war auch die Geschichte des KG 26 beendet