Kampfgeschwader 51

Kampfgeschwader 51

Aufstellung:
das Kampfgeschwader mit dem Beinamen »Edelweiß-Geschwader« entstand mit Einführung der Wehrhoheit 1935/36 als Kampfgeschwader (KG) 255 mit Stab und I. Gruppe in Landsberg, die II. Gruppe wurde in Leipheim und die III. in Memmingen stationiert, das Geschwader - zunächst mit Flugzeugen vom Typ Do 17 und danach mit He 111 ausgestattet - wurde bei Kriegsbeginn im Jahre 1939 als Reserve des Oberkommandos der Luftwaffe im Heimatkriegsgebiet belassen, in der Anfangszeit des Westfeldzuges im Mai 1940 flog das nunmehrige KG 51 zur Unterstützung der Heeresverbände Einsätze bis nach Südfrankreich, hierbei wurden wegen Fehlorientierung in einer Schlechtwetterfront einige Bomben auf die deutsche Stadt Freiburg im Breisgau geworfen, wobei 57 Menschen den Tod fanden, darunter 22 Kinder, nach Beendigung der Feindseligkeiten im Juni 1940 verlegte das KG 51 nach Orly bei Paris und startete von dort aus mit Maschinen des Typs Ju 88 zu Feindflügen nach England

1941 erfolgte die Verlegung nach Wien, von benachbarten Flugplätzen wurden Einsätze gegen Jugoslawien und britische Streitkräfte auf der Insel Kreta durchgeführt, nach dem Balkanfeldzug kam das Geschwader nach Krossno in Polen, die Kampffliegerstaffeln starteten dann am 22. Juni 1941 zu Angriffen gegen Ziele in der Sowjetunion, bereits in den ersten Tagen verlor das Geschwader durch die russische Abwehr 20 Maschinen, danach folgten Flüge von Foscani/Rumänien aus mit der Aufgabe, Häfen auf der Halbinsel Krim und rund um das Schwarze Meer zu zerstören, hierbei konnte das KG 51 besondere Erfolge erringen und wurde im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht erwähnt

1943 wurde das Geschwader zur offensiven Kriegsführung im Mittelmeerraum stationiert, wo es gegen die alliierte Schiffahrt und Häfen in Nordafrika weitere Erfolge erzielte

die alliierte Abwehr war nach der Besetzung Nordafrikas und Italiens immer stärker geworden, was bei dem fliegenden Verband naturgemäß entsprechende Verluste im Gefolge hatte, so kam es zur Rückverlegung nach Deutschland und zur Umrüstung auf den Schnellbomber Me 410, später dann auf das Strahlflugzeug Me 262 (den sogenannten »Blitzbomber«), das Geschwader unter Führung von Oberstleutnant Schenck flog zu jener Zeit auch Angriffe gegen Ziele in England

der Flugplatz Rheine/Hespe musste am Jahresende 1944 aufgegeben werden, die Staffeln verlegten nun nach Süddeutschland und starteten von Memmingen, Leipheim, Giebelstadt und Neuburg aus mit ihren allen alliierten Flugzeugen überlegenen Maschinen zu letzten Angriffen gegen die vorrückenden amerikanischen Truppen im süddeutschen Raum

das KG 51 wurde am 24. April 1945 offiziell aufgelöst, die letzten Maschinen flogen in diesen Tagen zwischen Prag und Saaz noch Einsätze gegen die Rote Armee, dann war das Ende da, das Bodenpersonal konnte sieh zwar noch bis in die Alpen zurückziehen, musste sich dann aber in die Gefangenschaft der US-Armee begeben, das KG 51 existierte nicht mehr

Gliederung:

Stellenbesetzung:

Kommodore  
     
   
   
 
  Stab  
       
     
     
     
     
     
     
 
  Stabsstaffel  
  Chef    
Nachrichten-Zugführer    
Pionier-Zugführer    
Zahlmeister    
 
I. Gruppe  
  Kommandeur  
     
 
  Stab  
       
     
     
     
 
  1. Staffel  
       
     
     
 
  2. Staffel  
       
     
     
 
  3. Staffel  
       
     
     
 
  4. Staffel  
       
     
     
 
II. Gruppe  
  Kommandeur    

Adjutant

   

Ordonnanz-Offizier

   

Arzt

   

Zahlmeister

   
 
  5. Staffel  
  Chef    

Zugführer

   

Zugführer

   
 
  6. Staffel  
  Chef    

Zugführer

   

Zugführer

   
 
  7. Staffel  
  Chef    

Zugführer

   

Zugführer

   
 
  8. Staffel  
  Chef    

Zugführer

   

Zugführer

   
 
III. Gruppe  
  Kommandeur  
     
 
  Stab  
 

Adjutant

   

Ordonnanz-Offizier

   

Arzt

   

Zahlmeister

   
 
  9. Staffel  
  Chef    

Zugführer

   

Zugführer

   
 
  10. Staffel  
  Chef    

Zugführer

   

Zugführer

   
         

Angehörige:

Unterstellungen:

Kriegseinsätze:

Flugzeugverluste:

Datum Einheit Werknummer Flugzeugtyp Kennzeichen Grund Besatzung Ort Quelle
01.06.1940 II. Gruppe   Ju 88 A   auf italienischem Gebiet notgelandet   unbekannt VL 2/1
  II. Gruppe   He 111 H   an der frz.-schweiz. Grenze abgeschossen   unbekannt VL 2/1
                 
                 
                 
                 
                 

Ordensträger:

Ersatz:

Quellen:

Buchhinweise: