ein Grundsatz der deutschen Taktik
im 2. Weltkrieg lautete "Führung von vorn" ebenso
handelte auch der "Wüstenfuchs"
Generalfeldmarschall Erwin Rommel, ebenso
erwartete er auch von seinen Divisionskommandeuren dieses Verhalten, denn
gerade im schnellen Wüstenkrieg waren schnelle Entscheidungen von äußerster
Bedeutung und entschieden über Sieg oder Niederlage, Kommandeure im
hinterland erhielten Nachrichten erst mit zeitlicher Verzögerung und die
Entscheidungen erreichten die Truppe ebenfalls zu spät, außerdem fehlten
dem Einheitsführer auch entsprechende persönliche eindrücke um die Lage
richtig einzuschätzen, alleine durch diesen Grundsatz war die deutsche
Taktik der britischen, schwerfälligen Militärmaschinerie überlegen, das
einzige Manko lag in den Verlusten, so fielen im Afrikafeldzug 8
Divisionskommandeure und mehrere wurden verletzt
als erster starb am 10.
April 1941 Generalmajor Heinrich von Prittwitz
und Gaffron, er war Kommandeur der 15. Panzerdivision, er wurde von
Rommel damit beauftragt eine Artilleriestellung zu erkunden, aus welcher
Tobruk beschossen werden konnte, bis zum Kilometer 13 war die Annäherung an
die Stadt möglich, die von australischen Truppen besetzte warm, da bis
dorthin italienische Sicherungen vorgerückt waren, doch lagen bei Kilometer
13 anstatt der italienischen Verbündeten, australische Truppen mit einer
4,7-cm-panzerabwehrkanone und diese eröffneten sofort das Feuer bei
Auftauchen des Generalwagens, der Generalmajor und sein Fahrer waren sofort
tot, einzig der Ordonnanzoffizier konnte sich retten und konnte den nachfolgenden
Generalmajor Kirchheim bei Kilometer 14 warnen,
der zum Sonderstab Libyen gehörte und 2 italienische Divisionen nach vorne
führen sollte
bei der Überfahrt nach Benghasi
fiel bei einem Luftangriff im Mittelmeer Generalmajor Max
Eichstädt, der als Nachfolger des schwerverwundeten Generalmajors Freiherr
von Esebeck die 15. Panzerdivision übernehmen sollte
bei dem Versuch die Panzer der
15. Panzerdivision gegen den entschlossenen Verteidiger bei Bir el Gobi zu
führen, wurde am 6. Dezember 1941 der neue
Divisionskommandeur, Generalmajor Walter
Neumann-Silkow, tödlich verwundet als er im offenen Luk seines Befehlspanzers
stehend von Granatsplittern getroffen wurde, er erlag 3 Tage später im Lazarett
von Derna seinen Verletzungen
einen Tag später am 10.Dezember
1941 fiel Generalmajor Max Sümmerling,
der Kommandeur der 90. Leichten Division, erste Teile dieser Einheit waren
erst im August 1941 in Nordafrika eingetroffen,
Grund für seinen Tod war ein Tieffliegerangriff auf sein Befehlsfahrzeug
am Abend des 30.
August 1942 rollten die Divisionen des DAK ( seit dem 9.
März 1942 wurde dieses vom General der Panzertruppe Nehring
geführt) zum Angriff auf El Alamein vor, gegen Mitternacht stießen die dt.
Truppen auf ausgedehnte Minenfelder der Briten, nach den ersten
Minenexplosionen eröffneten dieses das Feuer und erheilten weiterhin
Unterstützung aus der Luft,
unter anderen fiel auch der Kommandeur der 21. Panzerdivision Generalmajor Georg
von Bismarck möglicherweise durch Granatwerferbeschuss, auch General Nehring der sich bei der 21. PD aufhielt wurde
verletzt und musste das Schlachtfeld verlassen, nachdem ein Bombennahtreffer
die Panzerung seines Schützenpanzerwagens durchschlagen hatte
während des Rückzuges nach der
Schlacht von El Alamein bildete die Panzerkampfgruppe der 21. PD die Nachhut
des DAK, diese wurde angeführt durch Generalmajor Heinz
von Randow, während dieses Rückzuges griffen ständig Truppen der
britischen Sondereinheiten der Long Range Desert Group und des Spezial Air Service
die dt. Truppen und deren Verbündete aus der tiefen, unkontrollierbaren
Wüstenflanke im Süden unter Verwendung ihrer bewaffneten Geländefahrzeuge
an, zum Opfer fielen vor allem LKW, Flugplätze oder Nachschublager, des
öfteren wurden auch Minen gelegt um die Versorgungswege zu stören, so kam
es das am 21. Dezember 1942 der General v.
Randow einer solchen Mine zum Opfer fiel
zusammen mit seinem Ia,
Oberstleutnant i. G. Bürkner, seinem Ordonnanzoffizier
und seinem Fahrer geriet der Generalleutnant Wolfgang
Fischer am 1. Februar 1943 bei einer
Erkundungsfahrt im Abschnitt der italienischen Division Superga
in ein nicht gekennzeichnetes Minenfeld, sein Wagen wurde durch eine
Minenexplosion völlig zerstört, der Ordonnanzoffizier und der Fahrer waren
auf der Stelle tot, Oberstleutnant Bürkner und
General Fischer wurden schwerverwundet aus dem
Wagen geschleudert, dem Divisionskommandeur wurden durch die Detonation
beide Beine und ein Arm abgetrennt, vor seinem Tod hatte er gerade noch Zeit
einen Abschiedsbrief an seine Frau zu schreiben
Generalleutnant Kurt
Thomas (von Februar 1940 bis Oktober
1942 Nachfolger des damaligen Generalmajors Rommel
als Kommandant des Führerhauptquartiers) war der letzte gefallene Divisionskommandeur
in Nordafrika auf deutscher Seite, er befehligte die aus politisch und
kriminell vorbestraften Zuchthausgefangenen, sowie mit unbestraften
Rahmenpersonal ausgestattete Afrika Division 999, die ab März
1943 aufgrund der kritischen Lage in Tunesien per Luft- und
Seetransport nach Afrika überführt wurde, in der Nacht vom 5.
auf den 6. Mai 1943 sollte auch der
verkleinerte Divisionsstab mit 2 Transportmaschinen Ju-52 überführt
werden, jedoch wurde eine der beiden Maschinen Opfer eines britischen
Nachtjägers, der sie abschoss, es war die Maschine des General Thomas
eine Woche später am 13.
Mai 1943 kapitulierte das Deutsche Afrika Korps und somit wurden alle
Kämpfe eingestellt, ungefähr 22.000 gefallene und vermisste deutsche
Soldaten liegen auf afrikanischen Boden oder auf dem Grund des
Mittelmeers unter ihnen 8 Divisionskommandeure