
23.
September 1941 Planung des Angriffs gegen Moskau durch eine
Zangenbewegung, die Einsatzlage bei den Panzern war katastrophal (ein Regiment
einer Panzer-Division hatte nur noch 10 Panzer ), Treibstoff wurde teilweise
von den rückwärtigen Diensten abgegeben um die kämpfende Truppe mobil zu
halten, der Angriff selbst erhielt den Tarnnamen "Operation
Taifun", sie sollte den letzten Widerstand brechen
02.10.1941 Hitler erlässt einen Aufruf an die Soldaten
der Ostfront: die letzte große Entscheidungsschlacht des Jahres stehe
bevor, vor Einbruch des Winters müsse der Feind geschlagen sein
03.10.1941 Hitlers Rede im Sportpalast, anlässlich der
Eröffnung des Kriegswinterhilfswerkes 1941/42 in Berlin
"Seit
dem 22. Juni tobt ein Kampf von einer wahrhaft weltentschiedenen Bedeutung.
Umfang und Auswirkung dieses Ereignisses wird erst eine Nachwelt klar
erkennen. Es war, daß darf ich heute aussprechen, der schwerste Entschluss
meines ganzen bisherigen Lebens. Ein jeder solcher Schritt öffnet ein Tor,
hinter dem sich Geheimnisse verbergen, und erst die Nachwelt weiß genau, wie
es kam und was geschah.
So kann man sich nur im Innern
mit seinem gewissen abfinden. Das Vertrauen auf sein Volk, auf die
geschmiedete Waffenstärke haben und schließlich, was ich früher oft sagte,
den Herrgott bitten, daß er dem den Segen gibt, der selbst gewillt und bereit
ist, heilig und opfervoll für sein Dasein zu kämpfen.
Am 22. Juni morgens setzte nun
dieser größte Kampf der Weltgeschichte ein. Seitdem sind etwas über 3
Monate vergangen und ich kann heute hier eine Feststellung treffen: Es ist
seitdem alles planmäßig verlaufen.
Was immer auch vielleicht im
einzelnen der Soldat oder die Truppe an Überraschendem erleben musste, der
Führung ist in dieser Zeit in keiner Sekunde das Gesetz des Handelns aus der
Hand genommen worden. Im Gegenteil, bis zum heutigen Tag ist jede Aktion genauso
planmäßig verlaufen, als im Osten gegen Polen, dann gegen Norwegen und endlich
gegen den Westen und auf dem
Wir haben uns nicht getäuscht
über das reibungslose Funktionieren unserer ganzen Operationen der Front,
über die Beherrschung der gigantischen hinteren Räume und nicht getäuscht
über die deutsche Heimat. Wir haben uns aber über etwas getäuscht: Wir
hatten keine Ahnung davon , wie gigantisch die Vorbereitungen des Gegners
gegen Deutschland und Europa waren, und wie ungeheuer groß, die Gefahr war,
wie haarscharf wir diesmal vorbeigekommen sind an der Vernichtung nicht nur
Deutschlands, sondern ganz Europas.
Ich spreche das hier heute aus,
weil ich es heute sagen darf, daß dieser Gegner bereits gebrochen uns sich
nie mehr erheben wird."
die Truppe riss sich noch einmal
zusammen , immerhin hatte sie Ungeheures geleistet, hat tausende Kilometer
kämpfend zurückgelegt ohne das ein Ende der Kämpfe abzusehen war
Stalin
nimmt als Vorsitzender des sowjetischen Verteidigungsrates ein Umgruppierung
vor, Woroschilow und Budyonny
werden in die Reserve versetzt, an ihre Stelle treten Timoschenko
und Shukow (während der Reichswehrzeit
hatte dieser einen Ausbildungskurs der deutschen Heeresleitung für
russische Generalstabsoffiziere durchlaufen, seiner ersten Lorbeeren
verdiente er sich im Konflikt mit Japan in der Mongolei - Chanching Gol-)
im Süden Angriff Richtung Don
und Kämpfe um die Krim-Zugänge, die ukrainische Bevölkerung begrüßte
die "Befreier" herzlich, weil man so die Chance zur
Unabhängigkeit sah, im Land der Kosaken ( Rostow am Don) flammte der alte
Hass gegen das Sowjetregime neu auf, den Soldaten der Wehrmacht und der
Waffen-SS wurden jegliche Aufnahmen von Exekutionen verboten
2. Oktober
1941 Beginn der Operation "Taifun", 3.Oktober
Einnahme Orels, langsam kündigt sich er harte russische Winter an, die 6.
deutsche Armee marschiert in Richtung Charkow, Doppelkessel bei Wjasma und
Brjansk dadurch kam es in Moskau zu einer Panik, Volkskommissare und
ausländische Gesandte fliehen nach Samara (Kuibyschew) an der Wolga, der
Leichnam Lenins wird aus dem Kreml geschafft, Stalin
und seine engsten Mitarbeiter verharrten bis auf weiteres im Kreml,
weiterhin wird die Aushebung von Arbeitermilizen zum letzten Kampf befohlen
7. Oktober
1941 Hitler verbietet jede Annahme einer
russischen Kapitulation von Moskau, er will die Stadt dem Erdboden
gleichmachen
deutsche Truppen durchbrechen das
historische Schlachtfeld von Borodino (1812), die große Moskauer
Schutzstellung zwischen Kaluga und Kalinin, deutsche Soldaten
treffen erstmals auf sibirische Einheiten, es folgte der Durchbruch durch
die 2. Moskauer Schutzstellung bei Mozhaisk, sowjetische Pioniere
bereiten den Kreml zur Sprengung vor
der erste Schnee im Moskauer
Gebiet fällt - Schlamm - der Vorbote des russischen Winters, er sollte der
kälteste seit 150 Jahren werden, die Transportsituation wird dadurch immer
schlimmer, es wurde um Winterkleidung für die Soldaten ersucht, doch es fehlte
an Schienen um das russische Bahnnetz auf das deutsche umzustellen, es
fehlte rollendes Material, winterfeste Lokomotiven, an
Kraftfahrtransportraum und an Treibstoff, das OKH hatte noch immer die
Marneschlacht im 1. Weltkrieg vor Augen, wo man zu früh aufgab, so dachte
man hier das man kurz vor dem Sieg stand und unternahm nichts
deutsche Truppen kämpfen auf der
Linie Waldai-Höhen und Asowschen Meer
im Süden wurde Odessa
eingenommen, Bildung von Kesseln mit über 100.00 Gefangenen, nach der
Eroberung der Krim-Zugänge begann v. Manstein
mit der Eroberung der stärksten Seefestung der Welt - Sewastopol -
17. Oktober
1941 Ende der Doppelkesselschlacht Wjasma-Brjansk,
Wjasma-Brjansk
67 Infanterie-Divisionen
7 Panzerdivisionen und 6 Panzerbrigaden
Charkow wird erobert,
Deutsche Soldaten im Donezbecken
das OKW beziffert die russischen
Verluste auf 250 - 300 Divisionen und 40 Panzerdivisionen, zum ersten mal
ist ein Nachlassen der Moral der deutschen Truppen festzustellen - das
Fehlen der Winterausrüstung macht sich bemerkbar
deutsche Truppen stehen in Bobrowka
( 80 km vor Moskau), Guderian kommt 4 km
vor Tula zum stehen, man erreichte die Linie Smolensk -
Moskauer-Höhenrücken (84 km vor Moskau)
zwischen dem 6. und 12. November
1941 herrscht Frost, so konnte wenigstens der Angriff wieder an
Geschwindigkeit gewinnen, da der Boden gefroren war, nordöstlich von Moskau
werden deutsche Panzer mit Kavallerieattacken berannt, die Truppen erreichen
den Moskwa-Wolga-Kanal, Gegenangriffe russischer Panzer verstärkt
durch englische Typen, deutsche Truppen stehen 32 - 34 km vor Moskau
der deutsche Angriff auf der Krim
kommt zum Erliegen, da die Versorgungslage eine weitere Offensive nicht mehr
zulässt, Rostow wird noch eingenommen bis auch dort weitere Kräfte
fehlten
die deutsche Öffentlichkeit
erfährt vom "Absturz " Udets,
er begang jedoch Selbstmord in seiner Privatwohnung, da er sich als
Verantwortlicher sah, das man die Luftwaffe fehlgerüstet hatte (denn das
Hauptaugenmerk lag bei den Bombern anstatt bei den Jägern) denn die USA und
England waren im Begriff eine riesige Fernbomberflotte zu bauen, die
natürlich bekämpft werden musste doch nicht mit Bombern, womit das Unheil
seinen Anfang fing, diese Entwicklung selbst ging jedoch auf Hitler
und Göring
zurück, Nachfolger wird Ernst Milch
23. November 1941 Guderian
fordert v. Bock
auf zur Verteidigung überzugehen
26. November 1941
in Berlin tagen die Mächte des Antikomintern-Paktes (Deutsches
Reich, Italien, Japan, Spanien sowie Mandschuko [japanischer Satellitenstaat])
man verlängerte den Pakt um weitere 5 Jahre, folgende Länder erklären
ihren Beitritt Bulgarien, Dänemark, Finnland, Kroatien, Rumänien, Slowakei
und die nationalchinesische Regierung (durch Japaner eingesetzt), Ribbentrop
erklärt Zertrümmerung Russlands
27. November 1941
Timoschenko greift
bei Rostow am Don an, während die deutschen Truppen 22 km vor Moskau
stehen, Feldmarschall von
Rundstedt
fordert Rückzug bis zum Mius, Hitler
ist dagegen, daraufhin reicht v.
Rundstedt seinen
Abschied ein, sein Nachfolger wird v.
Reichenau
(dieser erließ am 10.Oktober
1941 folgenden
Befehl:
"Der
Soldat ist im Ostraum nicht nur ein Kämpfer nach den Regeln der
Kriegskunst, sondern auch Träger einer unerbittlichen völkischen Idee. Deshalb
muss der Soldat für die Notwendigkeit der harten, aber gerechten Sühne am
jüdischen Untermenschentum volles Verständnis haben. Nur so werden wir
unserer geschichtlichen Aufgabe gerecht, das deutsche Volk von der
asiatisch-jüdischen Gefahr ein für allemal zu befreien."
dieser Befehl war ganz nach Hitlers
Geschmack der ihn sofort verbreiten ließ), Reichenau
sieht den Rückzug zum Mius jedoch ebenfalls als logisch an und
führt diesen durch, Hitler
musste sich fügen, General Hoeppner
stellt die Angriffe seiner Panzergruppe IV vor Moskau ein; Hitler:
"Ich
will Moskau, ich werde Moskau haben. Sie werden mich nicht daran hindern,
Moskau zu bekommen."
mit "Sie"
meinte er seine Generalität die er als "archaische
und dumme Kaste von Berufssoldaten ..."
beschimpfte
das Thermometer
sinkt auf -38°C und die Truppe kämpft noch immer in Sommeruniform, die
Russen sind im Gegensatz hervorragend ausgerüstet, alle deutschen Truppen
vor Moskau gehen zur Verteidigung über, die
Heeresgruppenbefehlshaber plädieren für eine Rücknahme der front auf eine
Winterstellung, die gibt es jedoch nicht, Feldmarschall von
Leeb plädiert
gar für einen Rückzug bis nach Polen, Hitler stemmt sich gegen
Rückzugsvorschläge und verbietet jede Zuwiderhandlung, es kommt zu
heftigen Auseinandersetzungen zwischen v.
Brauchitsch und Hitler
darüber, ob man der Truppe lieber Winterbekleidung oder Munition zukommen
lässt, Hitler
entscheidet den Machtkampf für sich und somit für den Entscheid zur
Munition, v.
Bock ersucht um
Beurlaubung sein Nachfolger wird v.
Kluge
16.Dezember 1941 Hitler
verlangt "...fanatischen
Widerstand, ohne Rücksicht auf den durchbrechenden Feind in Flanke und
Rücken...", Guderian
versucht die Sinnlosigkeit dieses Befehls Hitler
klar zu machen, ist dieser Befehl die vielen Opfer wert ?, Hitler fragte
Guderian daraufhin ob die Generale Friedrichs des II. gern gestorben sind,
Guderian stehe den Ereignissen zu nahe und habe zu viel Mitleid mit den
Soldaten
18. Dezember 1941 der OKW-Bericht
gibt erstmals den Stellungskrieg im Osten zu, "Frontbegradigungen bzw. Frontverbesserungen"
19. Dezember 1941 Hitler
enthebt v.
Brauchitsch
seines Kommandos (dieser hatte bereits am 10. Oktober
um Rücktritt ersucht), Hitler
stellt sich selbst an die Spitze der Wehrmacht (aus einem Tagesbefehl Hitlers
an die Soldaten der Ostfront: "...
Was ich für Euch, meine Soldaten, tun kann, in der Fürsorge und in der Führung,
wird geschehen ... "
Wintersachensammlung
des "Führers" in der Heimat
in dieser Zeit
entsteht in der "Wolfsschanze" jene Atmosphäre, die später
charakteristisch ist, Hitler
stürzt sich fanatisch auf die Aufgabe Staat und Militär in einer Hand zu
kontrollieren, aus dem alten Offizierskorps zeigte sich tiefes Misstrauen
gegenüber
Hitler, er war
der Meinung, dass er jegliche Entscheidungen allein zu treffen hatte und ihm
der "Erfolg" in Russland förmlich zufliegen werde, Halder
selbst war der Meinung, das er, nachdem sich Hitler
zum OB erhoben hatte, ohne Zwischenschaltung eines anderen Befehlshabers,
besser auf Hitler
einwirken könne - ein Trugschluss -
26.Dezember 1941 v.
Kluge entlässt Guderian
aufgrund unterschiedlicher Meinungen über örtliche Absetzbewegungen
russische
Landungsversuche (Doppellandung) auf der Halbinsel Kertsch, der befehlende
General Graf v. Sponneck
befiehlt den Rückzug, daraufhin wird er wegen Feigheit inhaftiert, v.
Stülpnagel (OB
17. Armee) und General Oberst Strauss
(OB 9. Armee) melden sich krank, Hoeppner
wird am 08.01.1942
aus der Armee ausgestoßen (er führte eine Absatzbewegung durch, um sich
der drohenden Einkesselung zu entziehen)
die Front hält,
einige feindliche Einbrüche werden abgeriegelt und eingeschlossene dt.
Truppen im Cholm und Demjansk werden zeitweise aus der Luft
versorgt, Hitlers
Halebefehle fruchten, verschleißen jedoch die Truppe und das Material
die Russen
können aufgrund der schweren vorhergehenden Niederlagen nicht zwingend
durchbrechen
17. Januar 1942 Reichenau
stirbt im HQ Süd,
30.Januar1942
Rede Hitlers
zum Jahrestag der Machtübernahme im Berliner Sportpalast: "Wie
dieses Jahr ausgehen wird, weiß ich nicht. Ob darin der Krieg sein Ende
nimmt, kann niemand sagen. Aber eines weiß ich: es wird ein Jahr der großen
Siege sein."
Reichspropagandaminister Dr. Josef
Goebbels gibt
voller Stolz die Ergebnissee der Wintersachensammlung im Reich an, 76 Mio.
Stück Wintersachen wurden gesammelt, darunter der Pelzmantel Bismarcks
und der Jagdmuff Hindenburgs
, Hitler
ernennt einen Generalinspekteur in Gestalt eines SS-Mannes, der die Krise im
Transportwesen meistern solle
in den besetzten
Ostgebieten, die unter Reichsminister Alfred
Rosenberg
standen, wird eine neue Agrarordnung eingeführt, sie schaffte die Kollektivwirtschaft
ab und führte die gemischte, halb privatwirtschaftliche halb
genossenschaftliche Ordnung ein (Gewährleistung des bäuerlichen
Eigentums), im März
Erlass über Bildung landeseigener Verwaltungen im Baltikum, dies
brachte jedoch nichts, da man zu viel verlangte und somit gingen die
Reichskommissare wieder zur Planwirtschaft über, Hitler
sah die Ostgebiete als Verpflegungslieferant für die deutsche Bevölkerung
und für das deutsche Ostheer
8. Februar 1942
nach einem Besuch im Führerhauptquartier (FHQ) stürzt der Reichsminister
für Bewaffnung und Munition und Generalinspekteur des Straßenwesens, der
Wasser- und Energiewirtschaft, Generalmajor der Luftwaffe Fritz
Todt mit seinem
Flugzeug ab, sein Nachfolger wurde Albert
Speer
Hitler
drängte auf die Verjüngung der Generalität, die ihm bedingungslos
untergeben war, wie Dietl, Model
und auch Rommel,
er wurde beeinflusst durch den Chefadjutanten der Wehrmacht General Schmundt, Halder
fiel immer weiter in Ungnade, Hitler
erschien ihm wie ein Schullehrer, der ihm seine Fehler aufzeigte, Männer
wie General von
Geyer, die
große Hoffnung des Generalstabs, wurden davon gejagt
Februar 1942
stehen die deutschen Truppen 100 km vor Moskau, ihre Verluste
betragen 1,3 Mio. Mann - 287.ooo Gefallene, 6300 Vermisste und 1.000.000
Verwundete