Die 8,8-cm-Flak 36

Technische Daten:
Kaliber: 88 mm
Rohrlänge: 4.930 mm
Schussgeschwindigkeit/min: 15 - 20
Länge in Feuerstellung: 7,62 m
Gewicht in Feuerstellung: 5.000 kg
Gewicht in Fahrstellung: 7.200 kg
Schussweite maximal: 14.680 m
Schusshöhe maximal: 10.600 m
Zünderreichweite: 10.600 m
Wie die 8,8-cm Flak 18
wurde auch die Version 36 verwendet. Ihr Rohraufbau stammte von der Firma
Rheinmetall. Das Geschütz wurde u.a. auch als Eisenbahnflak und ab April 1943
auf Selbstfahrlafette verwendet.
Von den Versionen 18, 36 und 37 waren im August 1944 insgesamt ca. 10.930
Geschütze im Einsatz. Monatlich wurden im Jahre 1944 450 bis 700 Geschütze
gefertigt.
Der Munitionsverbrauch betrug in den Jahren 1940/41 monatlich ca. 500.000
Granaten. Dies stieg bis zum Jahr 1944 auf durchschnittlich 1,749 Millionen
Granaten an. Im Oktober 1944 gar auf 3,175 Millionen.
Der Unterschied zur Version
18 bestand zunächst im dreigeteilten Seelenrohr, wobei der Laderaum und der
gezogene Teil unterteilt waren. Die Ausgleichsfedern wurden verstärkt und ein
Schnellgang für die Seiten- und Höhenrichtmaschine wurde eingebaut. Weiterhin
kam nun eine fest montierte Zünderstellmaschine mit zwei Zünderstellbechern
hinzu.. Die Feuerleitung erfolgte wie bei der Version 18. Die Lafettenholme
wurden verbessert und das Fahrgestell auf einen Sonderanhänger 202,
zweiachsig, montiert. Für den Fronteinsatz baute man ab 1940 einen
Schutzschild ein.
Ebenso wie die Version 18
war die Version 36 ein bewährtes Geschütz, welches bis Kriegsende im Einsatz
war und auch gefertigt wurde. Bei steigenden Flughöhen reichte das Geschütz
jedoch nicht mehr aus und die Geschosswirkung der Granaten wirkte sich
unbefriedigend aus. Es entstanden zu kleine Sprengstücke und zu viel Grieß. Ab
April 1943 verbesserte man dies durch Rillung der Hülle, bzw. der Verwendung
von weicherem Stahl bei der Herstellung ab Dezember 1943.
Das Brandschrapnell brachte ab 1944 gute Ergebnisse gegen kommende Ziele. Mit
der Zeit traten dann Fertigungsschwierigkeiten auf und die Massenfertigung
verlangte die dreifache Arbeitszeit, wodurch es nicht einführungsreif wurde.
Nach dem Einbau einer Aufschlagzündung in den Zeitzünder, steigerten sich die
Abschusszahlen um das dreifache.