Technische Daten:
Typ: Kettenkrad
Masse: 1280 kg
Länge: 300 cm
Breite: 120 cm
Höhe: 100 cm
Motor: 1,5-L-Reihenvierzylinder-Ottomotor Opel Olympia 38
Leistung: 26,8 KW
Fahrwerk: lenkbares Rad, Kette mit 5 Laufrädern in
Schachtelbauweise
Höchstgeschw.: 70 km/h
Fahrbereich: Strasse 250 km, Gelände 175 km
Besatzung: 1 (+2Mann)
das Heereswaffenamt
vergab 1940 an die NSU-Werke AG in Neckarsulm
den Auftrag für das Heer und die Fallschirmjäger eine Zugmaschine für
leichte Geschütze und sonstiges Gerät zu entwickeln
nach wenigen Wochen
konnte man bereits die ersten Entwürfe vorlegen, die ersten Prototypen
standen schon wenige Monate danach zur Verfügung, sie stellten eine
Mischung aus Motorrad und Kettenzugmaschine dar
ähnliche Konstruktionstypen
gab es bereits in Frankreich kurz nach dem 1. Weltkrieg sowie in den dreißiger
Jahren, man verwendete die Fahrzeuge vor allem für Polarexpeditionen,
ansonsten wurde das österreichische Bundesheer von der Firma
Austro-Daimler mit der sogenannten Motor-Karette ausgerüstet
der Motor lag in
der Mitte des Fahrzeugs und hatte eine Leistung von 3400 U/min die auf die
beiden Treibräder am Kettenfahrgestell wirkten, das Kettenkrad konnte eine
Last von 450 kg an Last ziehen, das Zuladungsgewicht lag bei 325kg
zwischen Juli 1940
und Ende 1941 stellte NSU 500 Kettenkräder der
sogenannten 0-Serie her, die in den Truppenversuch gingen, 1942
ging das Kettenkrad in die Vollproduktion, so wurden 1941
insgesamt 2450 Fahrzeuge gebaut ( mit dem Lizenznehmer Stoewer-Werke in
Stettin), bis Ende 1944 wurden 4490 Kräder
hergestellt, 1945 noch weitere einige hunderte
Stück
im Laufe der Zeit
wurde das Kettenkrad in allen Waffengattungen und an allen Fronten genutzt,
im Osten während der Schlammperiode konnte es beweisen was es konnte, zum
Beispiel konnte das HK 101 außer leichte Geschütze auch Mörser oder MG 36
spielend ziehen,
einziges Manko war
die Gefahr, das es leicht umkippen konnte vor allem in Kurven
am Ende des Krieges
standen nur noch einige Hundert der ehemals 8345 Kettenkräder zur
Verfügung, sie fanden häufig Verwendung als Ersatz für Traktoren in der
Land- und Forstwirtschaft
Varianten:
Version als
schnellerer Kabelleger und auch als Verbindung zwischen Beobachtungsposten (Sd. Kfz 2/1 oder 2/2)
großes Kettenkrad
HK102 mit einem 2-L-Motor, für einen Fahrer und 4 weitere Personen, es ging
jedoch nicht mehr an die Truppe (kurz vor Ende des Krieges entwickelt)