Die "Brandenburger"-Verbände der Wehrmacht

Die "Brandenburger"-Verbände der Wehrmacht´

Aufbau:

Einsätze:

Vorgeschichte:

am 01. Januar 1935 wurde Kapitän z. See Wilhelm Canaris Chef der deutschen Abwehr, sie war Nachfolger des Nachrichten- und Erkennungsdienst der Reichswehr (dazu kam 1928 der Marine-Geheimdienst), dieser Geheimdienst wurde später in "Abwehr" umbenannt und den Fregattenkapitän Conrad Patzig unterstellt (1932), die Abwehr unterstand dem Reichskriegsministeriums und ab 1938 dem Oberkommando der Wehrmacht, seit 1939 wurde die Bezeichnung OKW-Amt Ausland/Abwehr getragen, Sitz war am Berliner Landwehrkanal, Tirpitzufer 72 - 76, Canaris nahm sofort, nach seiner Amtseinführung Kontakte mit ausländischen Abwehrdiensten auf, zu denen er bereits vor dem Amtsantritt Kontakte über Mittelsmänner aufrechterhielt, so traf er sich im September 1935 mit dem Chef des "Servicio Informazioni Militari" - SIM ( italienischer Geheimdienst), Oberst Mario Roatta, die Italiener hatten schon unter Patzig versucht Kontakt aufzunehmen, jedoch vergeblich

Patzig erregte sich über die Röhm-Affäre am 30. Juni 1934 dermaßen, das er von Blomberg überredete bei Hitler die Absetzung Heydrichs (Richard Heydrich, SS) zu fordern, Blomberg unterlag in dieser Auseinandersetzung und schädigte so seinem Ansehen, was er Patzig nie vergaß, als von Blomberg einen Kontakt zwischen der deutschen Abwehr und der italienischen Abwehr wünschte, lehnte dies Patzig ab, da die Italiener vertrauensunwürdig wären, als Patzig die durch Hitler initiierten Aufklärungsflüge (durch die Sonderstaffel, später Sondergruppe Rowehl) über Polen und Frankreich durchführen ließ, war Blomberg der Meinung das diese eigentlich von Hitler verboten seien, im Oktober 1934 bestellte Blomberg, Patzig zu sich und enthob ihn seines Postens

Patzig musste Admiral Reeder einen Nachfolger nennen und schlug Kapitän z. See Canaris vor, gegen diesen hatte Reeder eine Abneigung, so hatte er ihn bereits als Kommandant der Swinemünder Festung weit vom Schuss postiert und beabsichtigte Canaris 1935 in den Ruhestand zu versetzen, falls man jedoch keinen Nachfolger finden würde, wäre die Abwehr zum Heer übergegangen und das wollte man verhindern und so ließ sich Reeder überreden und nahm den Vorschlag, Canaris zum Chef der Abwehr zu machen, an, die Abwehr lebte erst mit dem Absetzen von Blombergs auf, als das Reichskriegsministerium aufgelöst wurde

am 1. Mai 1935 wurde Canaris zum Konteradmiral befördert, weiterhin ernannte er alle ehemaligen Offiziere der Abwehr die als Zivilangestellte arbeiteten, zu E-Offizieren, so auch Major Hans Oster (er sollte später den Aufmarschplan der Deutschen im Westfeldzug verraten), weiterhin wurden alte Freikorps-Kameraden, mit den Canaris gedient hatte, eingestellt, Friedrich Wilhelm Heinz (Kavallerieoffizier), Heinz Schmalschläger, Leißner aus Nicaragua, Major Hans Piekenbrock

diese Organisation weitete sich immer weiter aus, sie war zuständig für alle 3 Wehrmachtsteile

Chef der Abwehrabteilung I war Major, dann Oberstleutnant und Oberst im Generalstab Hans Piekenbrock, später Oberst Hansen, hier wurde der Geheime Meldedienst betrieben und aktive Erkundungen durchgeführt, 

 

Chef der Abwehrabteilung II war Oberst und später Generalmajor von Lahousen-Vivremont, hier wurden sämtliche Sabotage- und Sondereinsätze bearbeitet

 

 

Chef der Abwehrabteilung III war Oberst im Generalstab Bamler, danach Oberstleutnant und später Generalmajor von Bentivegni, hier war die Abwehr feindlicher Spionage und Sabotage zentralisiert

jede Abteilung wurde nochmals in alle drei Wehrmachtsteile unterteilt

bei jedem deutschen Wehrkreiskommando befanden sich Abwehrstellen, die Führung lag in den Händen des Ic (Generalstabsoffiziere die  Feindnachrichten bearbeiteten) und der AO (Abwehroffiziere) der Abwehr, jede Abwehrstelle war ebenfalls in die Gruppen I, II und III organisiert (also Erkundung, Sabotage und Sondereinsätze und Sabotageabwehr)

im OKW-Amt Ausland/Abwehr  gab es weiterhin eine Auslandsbriefstelle Berlin und eine Auslandstelegrammprüfstelle Berlin, ihnen war die Prüfung der Briefe und Telegramme von Absendern oder Empfängern, die als gefährlich eingestuft waren, zuständig für chemische Prüfung, inhaltliche Prüfung der Privat- Geschäfts- und auch Feldpostbriefe, ebenso wie Kriegsgefangenenpost, in der Gesamtkartei waren alle Personen und Vorgänge verzeichnet, die im Laufe der Zeit verdächtigt wurden, sowie die , die bereits früher als verdächtig galten

die Abteilung Ausland der Abwehr (wurde später zur Amtsgruppe erhoben) war Zentrale der Militär-Attachès im Ausland, sie war zuständig für alle militärischen Diplomaten, Kommandant war Konteradmiral Bürkner (auch Stellvertreter Canaris)

zu Kriegsbeginn arbeiteten ca. 400 Offiziere und etwa 30.000 Agenten und Verbindungsleute

Kriegsorganisation der Abwehr

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